|
Einsatz
in gärtnerischen Kulturen
Stecklingsvermehrung:
a) Grünstecklinge: Besprühen
der Mutterpflanzen mit 0,3% iger Siapton-Lösung zweimal
vor dem Schneiden, und zwar 10 und 2 Tage vor dem Schneiden.
b) Verholzte Stecklinge: Zweimaliges
Besprühen der Mutterpflanzen mit einer 0,3%-igen Siapton-Lösung,
jeweils 20 und 10 Tage vor dem Schneiden.
c) Behandlung der Stecklinge und Jungpflanzen:
Als Verdunstungsschutz hat sich das Besprühen der Stecklinge und Jungpflanzen
mit einer 0,2 bis 0,3% igen Siapton-Lösung innerhalb
der ersten 3 Tage bewährt; je nach Witterungsverhältnissen im
Abstand von 8 bis 10 Tagen ein- bis zweimal wiederholen.
Aussaaten
Durch Angießen der Kulturen mit
0,2 bis 0,4% iger Siapton-Lösung mit 2 bis 3 l Brühe
je qm keimen die meisten Kulturen früher. Bei schwer keimenden oder
wasserabstoßenden Samen wird die Benetzung wesentlich verbessert,
wodurch die Kulturen insgesamt besser auflaufen. Nach dem Auflaufen sind
wiederholte Anwendungen mit 0,2% Siapton empfehlenswert.
Hierdurch läßt sich die Kulturzeit bis zum Pikieren verkürzen,
die Pflanzen wachsen deutlich zügiger.
Pikierlinge
Pikierlinge werden bis 3 Tage nach
dem Pikieren über die Verkaufspaletten oder Multiplatten mit einer
0,25%-ig konzentrierten Siapton-Lösung (200ml auf 100
l Wasser) im Abstand von 8 Tagen mit insgesamt 2 Liter Brühe je qm
gespritzt oder gegossen. In diesem Stadium sollten alle Kulturpflanzen
sicherheitshalber einmal vorher angegossen werden - vor allem bei mit Vorratsdüngern
getopften Jungpflanzen ist dies besonders wichtig. Die Ausfälle werden
geringer, die Blütenansätze höher und die Jungpflanzen wachsen
zügig weiter. Des weiteren sollten für ein besseres Wachstum
die feuchten Saatkisten etwa 2 Tage vor dem Pikieren mit einer 0,3 igen
Siapton-Lösung mit 5 l/qm angegossen werden.
Stauden
Zur Qualitätsverbesserung bei
der Verpflanzung von Topfware im Herbst oder bei Neuanlagen im Frühjahr
vor dem Pflanzen mit 0,5% Siapton tropfnaß angießen.
Nach dem Pflanzen mit 0,5% Siapton die Pflanzfläche
erneut angießen und 14 Tage später nochmals wiederholen
Hervorragende Anwuchsergebnisse auch
auf Topfware aus Multiplatten mit 0,2% Siapton. Blütenzeit,
Blütenfülle und Blütenqualität werden verbessert. So
wurden bspw. die gesamten Staudenanlagen auf der Bundesgartenschau 1989
in Frankfurt mit Siapton behandelt.
|
Vorteile:
Die Mutterpflanzen werden stabil,
gleichmäßig und mit gut aufnehmbarem Stickstoff versorgt und
liefern nach den Anwendungen mehr Stecklinge
Die Stecklinge werden kompakter und
bewurzeln sich leichter, so dass sie früher verkaufsfähig
sind.
Aufgrund der guten Haftwirkung Siapton’s
können die Aufwandmengen von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden,
die Pflanzenschutzmaßnahmen werden durch Siapton kulturverträglicher.
Die Jungpflanzen werden geschont und tolerieren das Umtopfen besser.
|
|
Zierpflanzen
Poinsettien
Bei Gelbfärbung der Poinsettien
nach der Brakteenbildung 0,1 - 0,2% Siapton zusammen mit
N-betontem Flüssigdünger alle 4 bis 7 Tage tropfnaß spritzen.
Nach 12 bis 14 Tagen grünere Farbe, nach 21 Tagen sind Poinsettien
vollständig begrünt.
Azerca-Kulturen
Mehrmals während der Vegetationsperiode
0,2% Siapton in Kombination mit den Anwendungen von Flüssigdüngern
bzw. Pflanzenschutzmitteln einsetzen. Hierdurch werden Streßsituationen
vermindert; vor allem Eriken und Azaleen werden deutlich vitaler. Interessant
ist die Anwendung von Siapton vor allem auch dort, wo hohe
Salzgehalte im Wasser den Einsatz salzhaltiger Düngemittel einschränken.
Phalaenopsis
und andere Orchideen (Frauenschuh, Oncidium, Miltonie)
Nach Trockenheit angießen und
mit 0,5% iger Siapton-Lösung im Abstand von 8 Tagen
wiederholt befeuchten. Hierdurch wachsen Kulturen schneller an. Des weiteren
in Kombination zu (reduzierten) Pflanzenschutzmaßnahmen 0,2% Siapton
zusetzen, wodurch sich die Kulturverträglichkeit der Anwendungen verbessern
läßt und die Pflanzenentwicklung insgesamt stärker wird.
Farne
Bei jeder Pflanzenschutzmaßnahme
zusätzlich 0,2% Siapton einsetzen. Kurz nach dem Vertopfen
mit 0,3 bis 0,5% Siapton kräftig angießen. Der
Pflanzenschutzmitteleinsatz läßt sich hierdurch verringern,
die Kulturen werden geschont und weisen erheblich bessere Anwuchsergebnisse
auf.
|


|
Rosen-
und Baumschulkulturen
Rosen
Rosenstecklinge im Herbst in Multiplatten
mit 0,5%-iger Siapton-Lösung angießen, hierdurch
vermehrte Kallus- und Triebbildung, hervorragende Topfware zum Frühjahr.
In Freiland-Rosen Siapton
während der gesamten Vegetationszeit zu allen Pflanzenschutzmaßnahmen
in einer Konzentration von 0,2% zusetzen. Die Rosen werden vitaler, unempfindlicher
gegen Krankheitsbefall und bekommen außerdem ein festes und glänzenderes
Blatt.
Jung-
und Fertigpflanzen
Bei der Jungpflanzenproduktion sowie
bei Fertigpflanzen zwei bis drei frühe Anwendungen während des
Austriebes mit 0,3 bis 0,5% Siapton. Diese Anwendung hat
sich in allen Gehölzarten hervorragend bewährt. Die Pflanzen
entwickeln sich kräftiger, so dass deutlich bessere Qualitäten
erzielt werden.
Containerpflanzen
Bei Containerpflanzen kann nach einer
Behandlung mit 0,3% Siapton (5 l Wasser/qm) im Folgejahr
(= Verkaufsjahr) ein höherer Blütenansatz beobachtet werden.
Auch bei Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren u.a. im Plastikbeutel
oder Containertopf wird durch Siapton eine bessere Pflanzenqualität
erzeugt. Besonders wirksam sind auch hier Anwendungen in lichtarmer Zeit.
Koniferen
und andere Immergrüne
Besonders gute Ergebnisse werden mit
Siapton bei Koniferen und anderen Immergrünen erzielt.
Hierzu liegen zahlreiche wissenschaftliche Versuche vor. Sichtbare Vitalitätssteigerungen,
dichtere Benadelungen und eine Stabilisierung gestresster Bestände
werden durch zweimaliges Spritzen mit 1% iger Siapton-Lösung
erzielt. Auch der Stamm sollte hierbei tropfnass gegossen werden.
Die erste Anwendung erfolgt zu den ersten warmen Tagen im Frühjahr,
eine weitere im Spätsommer.
Großbaumverpflanzungen
Erheblich bessere Anwuchsergebnisse
werden erzielt, wenn Bäume nach der Verpflanzung mit 1% iger Siapton-Lösung
im gesamten Wurzelbereich (vorher durchnässen) gegossen werden. Je
nach Baumgröße sind hierfür 10 bis 100 l Wasser erforderlich,
je nach Witterung sollte diese Maßnahme im Abstand von 8 bis 10 Tagen
ein oder zweimal wiederholt werden. Als Verdunstungsschutz hat sich auch
eine Kronenbehandlung mit 1%-iger Siapton-Lösung bewährt.
|

Mehltauversuch in Rosen,
Bezirkspflanzenschutzamt Trier 
durchschnittlicher Mehltaubefall
(%) Behandlungen mehrfach jeweils 0,2%ig Siapton

|